Filmfestspiele München (Premiere BE MY BABY)

Am 27. Juni 2014 war die Eröffnungsfeier der Filmfestspiele in München. Ich fühlte mich sehr geehrt, dass ich zusammen mit vielen Prominenten zu dieser Feier eingeladen war. Es war eine ganz besondere Erfahrung für mich, im Münchner Mathäser an den Fotografen vorbei über den roten Teppich zu gehen. Wie alle anderen Schauspieler wurde auch ich gemeinsam mit der Festivaldirektorin Diana Iljine fotografiert. Ein richtiges Blitzlichtgewitter prasselte auf uns ein.
Nach der Begrüßung sahen wir uns den Eröffnungsfilm „Die Karte meiner Träume“ an. Er gefiel mir sehr gut und ich kann ihn nur weiter empfehlen.

Anschließend ging es zu einem Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in den Festsaal des Bayerischen Hof. Dort gab es einen kleinen Imbiss und ich durfte mit vielen bekannten Schauspielern, die ich eigentlich nur aus Film und Fernsehen kannte, zusammen feiern. Um 2.00 Uhr morgens ging es dann mit dem Shuttlebus ins Hotel.

Der nächste Höhepunkt war natürlich die Premiere von Christina Schiewes Film BE MY BABY im ARRI Kino am 29. Juni 2014. Ich freute mich, dass Herr Georgi, Iris und Volker Westermann, Bobby Brederlow mit Familie und Frau Fell von der Freien Bühne München e. V. extra gekommen waren um den Film zu sehen. Da ich ihn auch noch nicht kannte, war ich sehr gespannt auf die Reaktion der Zuschauer. Frau Iljine begrüßte das Publikum im voll besetzten Kino und stellte die Regisseurin und ihren Film kurz vor.

Er handelt von der 18 jährigen Nicole, die das Down-Syndrom hat und sich nichts mehr wünscht, als ganz normal zu sein und eine Familie zu gründen. Leider gesteht ihre Umgebung ihr dieses Recht nicht zu.

Während der Vorführung wurde an vielen Stellen gelacht, aber manchmal gab es auch betroffenes Schweigen und einige Zuschauer wischten sich sogar Tränen aus den Augen. Nach der Vorstellung gab es tosenden Beifall und Christina Schiewe die Regisseurin bat alle anwesenden Mitglieder der Crew und die Schauspieler auf die Bühne. Zuletzt bat sie mich als Hauptdarstellerin nach vorne. Ich war so gerührt von der Begeisterung der Zuschauer, dass ich zuerst gar nichts sagen konnte, als sie mir das Mikrofon in die Hand drückte. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, bedankte ich mich beim Publikum, bei der Regisseurin, die mich entdeckt und an mein Talent geglaubt hat und bei der gesamten Crew. Christina Schiewe nahm mich in den Arm und bedankte sich auch noch einmal bei mir. Teilweise gab es sogar standing Ovation.

Alle freuten sich sehr, dass der Film so gut angekommen war und dann ging es gemeinsam mit den geladenen Gästen zu einem Umtrunk in den Georgenhof. Es war wie ein Familientreffen, alle wieder zu sehen, mit denen man während der Dreharbeiten fast zwei Monate täglich zusammen war.

Der Film hatte allen gut gefallen und wir nutzten die Gelegenheit für viele nette Gespräche. Schade, dass die Zeit so schnell verging! Zum Abschluss bekam jeder noch ein
Filmplakat als Erinnerung.

Besonders freute ich mich auch darüber, dass mein Filmpartner Florian Appelius und ich sogar für den Preis beste Nachwuchsschauspieler nominiert waren. Den Preis haben wir leider nicht bekommen, aber Christina Schiewe und ihre Koautorin Petra Brix bekamen einen Preis für das beste Drehbuch und darüber freue ich mich auch riesig.

Die Preisverleihung fand am 4. Juli 2014 in der Hochschule für Fernsehen und Film statt. Anschließend wurde auch hier gefeiert und es gab viele Gelegenheiten neue Kontakte zu knüpfen.

Ich bekam viel Lob für meine Darstellung der Nicole in dem Film und freute mich, dass ich gemeinsam mit Christina vom BR für die Sendung „KINO KINO“ interviewt wurde und sogar einige Autogramme geben durfte.

Nun hoffe ich, dass der Film noch zu vielen Festspielen eingeladen wird und auch bald im Kino gezeigt werden kann, bevor er im ZDF zu sehen ist. Ob ich wohl eine Agentur finde, die mich vertritt und auch noch weitere Rollenangebote? Ich würde mich sehr darüber freuen. Es wäre schön, wenn ich auch ganz normale Rollen spielen dürfte, in denen es nicht ums Down-Syndrom geht.

BE MY BABY

BEMYBABY_ZDF

20. Oktober 2014: Es war schon immer mein größter Wunsch, einmal eine Rolle in einem richtigen Spielfilm zu bekommen. Ich dachte aber, dass es nur ein Traum bleiben würde.
 Doch dann bekam ich letztes Jahr im April tatsächlich eine Mail von der Regisseurin Christina Schiewe.
 Sie schrieb mir, dass sie gerade an einem Drehbuch über eine junge Frau mit Down-Syndrom schreibt und die Möglichkeit hat, schon bald diesen Film zu realisieren, nachdem sie schon jahrelang dafür gekämpft hatte.

Biberacher Filmfest: BE MY BABY gewinnt den Schüler- und den Publikumsbiber. (2. November 2014)
Die Regisseurin Christina Schiewe spricht über die Dreharbeiten. (Juli 2014)
Die Hauptdarsteller Florian Appelius und Carina Kühne beim Filmfest in München. (9. Juli 2014)

 

Der Film: Eine junge Frau mit Down-Syndrom, die sich ein Baby wünscht

Obwohl sie selbst keinen direkten Bezug zu diesem Thema hatte, fand sie es spannend, eine Geschichte über eine junge Frau mit Down-Syndrom zuschreiben, die sich ein Baby wünscht.

Zufällig hatte sie mein Blog im Internet entdeckt und Gefallen daran gefunden. Da sie eine talentierte Schauspielerin mit Down-Syndrom suchte, fragte sie mich, ob ich mir das zutrauen würde. 
Darüber freute ich mich sehr. Ich bekam das Drehbuch zugeschickt, um mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir vereinbarten dann einen Castingtermin bei uns zu Hause. Ich hatte einige Szenen aus dem Drehbuch gelernt und vorbereitet. Ich war begeistert und hatte viel Spaß dabei.

Als ich dann aber erfuhr, dass wie allgemein üblich noch mehr Schauspielerinnen mit Trisomie 21 zum Casting eingeladen waren, dachte ich, dass ich die Rolle sicher doch nicht bekommen würde. Schließlich hatte ich im Gegensatz zu meinen Mitbewerberinnen noch keinerlei Filmerfahrungen außer dem Dokumentarfilm „Vier Leben“ von Cornelia Thau.

Doch dann bekam ich schon sehr schnell eine Zusage und nun mussten die anderen Rollen in dem Film noch besetzt werden. Deshalb fuhren wir zu vielen verschiedenen Castings nach Berlin, Köln, Frankfurt und Stuttgart. Ich lernte viele tolle Schauspieler kennen und durfte mit Ihnen spielen. Das war ein tolles Erlebnis. Alle Schauspieler müssen natürlich gut zueinander passen und miteinander harmonieren.

Dreharbeiten mit Regisseurin Christina Schiewe

Als die passenden Schauspieler ausgesucht waren und der Drehort gefunden war, begannen die Dreharbeiten im September in der Nähe von Stuttgart.
 Das waren ganz besondere Erfahrungen für mich. Ich staunte nicht schlecht, wie viele Leute doch an einem Film arbeiten müssen und alle sind sehr wichtig. Neben der Regisseurin gab es außer den Schauspielern eine Produktionsleitung, eine Aufnahmeleitung, eine Kamerafrau, eine Tontechnikerin, die Szenenbildner, Requisiteure, Kostümbildner, Maske, Beleuchter, alle mit ihren Assistenten, Fahrer und Komparsen.
Bevor mit den Dreharbeiten begonnen werden konnte musste alles gut vorbereitet sein.

Dann gab es eine Stellprobe und erst danach musste jede Szene mehrmals aus verschiedenen Perspektiven gedreht werden. Manche Szenen mussten auch wiederholt werden, weil es Störgeräusche gab oder weil die Sonne mal mehr oder mal weniger stark schien und die Filter deshalb gewechselt werden mussten usw. Manchmal musste auch etwas wiederholt werden, weil die Regisseurin meinte, dass wir Schauspieler die Szene noch besser oder anders spielen sollten.
 Obwohl den ganzen Tag gedreht wurde, schaffte man nur ein paar Minuten fertigen Film pro Tag.

Da die meisten Leute von der Crew bislang noch nicht mit Menschen mit Down-Syndrom zusammengearbeitet hatten, waren sie zu Anfang ein wenig unsicher, wie sie mit mir umgehen sollten. Das hat sich aber ganz schnell gelegt. Ich wurde ganz normal behandelt, wie alle anderen auch und konnte zeigen, dass auch Menschen mit Handicap etwas leisten können. Ich hatte sehr viel Spaß an den Dreharbeiten und bin schon gespannt auf den fertigen Film. Leider muss man sich auch nach den Dreharbeiten noch lange gedulden. Schließlich muss der Film noch geschnitten werden und die Filmmusik muss noch dazu kommen. Aber nun ist er fertig und die Weltfilmpremiere war am 29.06.2014 um 14.30 Uhr im Kino ARRI bei den Filmfestspielen in München. 
Es ist eine Komödie, die von der „Zum goldenen Lamm“ Filmproduktion mit der ZDF – Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ produziert und von der MFG Baden–Württemberg gefördert wurde.

Meine Rolle: Nicole

Ich spiele die Nicole, eine 18jährige junge Frau mit Down-Syndrom, die unbedingt ganz normal heiraten und eine Familie gründen möchte. Als Nicole schwanger ist, muss sie gegen sehr viele gesellschaftliche Widerstände ankämpfen.
 In dem Film sind auch bekannte Schauspieler zu sehen: 
Christina Große, Gitta Schweighöfer, Holger Stockhaus, Paul Fasßnacht, Cornelia Köndgen, Florian Appelius, Nico Randel, Volker Muthmann, Attila Borlan, Heidemarie Brüny, Cornelia Gröschel, Nele Winkler und Jan – Patrick Kern.
 Der Film BE MY BABY regt auch zum Nachdenken an und greift Tabus auf. Menschen mit Down-Syndrom haben zwar ein Recht dazu, wie alle anderen auch zu heiraten und eine Familie zu gründen; aber bis unsere Mitmenschen das tolerieren, brauchen wir noch viel Aufklärung und Umdenken in unserer Gesellschaft. Ich hoffe, dass dieser Film dazu beiträgt.

Es ist ein sehr emotionaler Film der hoffentlich von vielen Menschen gesehen wird und auch gut bei den Zuschauern ankommt. Das wäre sehr schön!
 Nach der Premiere soll der Film noch auf nationale und internationale Festivaltour gehen und hoffentlich zeigt auch ein Kinoverleih Interesse, bevor er im ZDF ausgestrahlt wird.
 Die Regisseurin Christina Schiewe hat mich entdeckt und glaubt an mein Talent.
 Mir hat die Schauspielerei sehr gut gefallen und ich hoffe, dass ich noch weitere Rollenangebote bekomme.

Wie erleben Geschwisterkinder das Down-Syndrom Sportlerfestival?

20. März 2014: Seit 2003 findet einmal im Jahr ein Down-Syndrom Sportlerfestival der Firma Hexal in Frankfurt statt. Damals waren es 70 Sportler und 250 Gäste, inzwischen sind es bis zu 600 Sportler und fast 2.500 Gäste.

Eigentlich bin ich ja ein Inklusionsfan, trotzdem freue ich mich jedes Jahr auf das Down-Syndrom Sportlerfestival in Frankfurt. Das ist eine Veranstaltung, bei der nur Sportler mit Down-Syndrom teilnehmen dürfen. Es kommt gar nicht auf die Leistung an, „dabei sein ist alles“! Hier sind alle Sieger und bekommen eine Urkunde und eine Medaille.

Gerne erinnere ich mich noch an das erste Sportfest, damals war ein Kamerateam für den Film „VIER LEBEN“ (eines der vier Leben ist meins) dabei und Bobby und ich wurden beim Laufen gefilmt. Die Siegerehrung fand abends im Römer statt und ich habe einige Stücke auf dem Klavier vorgespielt. Mein Bruder fand es gut, dass es ein Sportfest dieser Art gab und hat wie immer viel fotografiert.

Geschwister fühlen sich zurückgesetzt

An diesem einen Tag im Jahr stehen wirklich nur diese Kinder im Mittelpunkt.
Nie habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie das für die Geschwister ist. Ich war immer der Meinung, die dürfen ja überall sonst mitmachen und werden nie ausgegrenzt. Aber ist es nicht so, dass auch diese Kinder sich oft zurückgesetzt fühlen?

Die Eltern haben vielleicht nicht so viel Zeit für sie, weil ihre Kinder mit Handicap viel Zuwendung brauchen. Sie besuchen Therapien und haben das Gefühl, ihr behindertes Kind ständig fördern zu müssen.
Manchmal werden diese Kinder auch gehänselt, weil sie eine Schwester oder einen Bruder mit einer Trisomie 21 haben. Auch die Geschwisterkinder müssen lernen, damit umzugehen.
Deshalb finde ich es schön, dass beim Sportfest nun auch die Geschwister mit einbezogen wurden. Es soll auch für sie ein schöner Tag sein. Sie können am Spielangebot teilnehmen oder Kontakte zu anderen Geschwisterkindern knüpfen und sich austauschen. So entstehen auch Freundschaften. Besonders gerne lassen sie sich auch als Tiger oder Katze usw. schminken.

Wie immer waren auch viele Promis aus Film und Fernsehen da. Ich glaube auch, dass die Geschwister es genießen, Promis persönlich kennen zu lernen, sich mit ihnen zu unterhalten und Autogramme zu bekommen. Da werden sie bestimmt einige Freunde beneiden.

Normalität in Film Presse und Fernsehen

26. April 2012: Am 24.02.2012 war ich in Berlin bei der Veranstaltung: Vor aller Augen (un)sichtbar – Geistige Behinderung und Öffentlichkeit.

Es ging darum, dass Menschen mit so genannter geistiger Behinderung kaum wahrgenommen werden und auch aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen sind. Daran sollte diese Veranstaltung etwas ändern.

Ich achte ja immer darauf, ob ich Menschen mit Behinderung sehe und wünsche mir viel mehr Filme, in denen auch diese Menschen gezeigt werden.

Leider ist das Interesse an solchen Filmen nicht sehr groß und  die Einschaltquoten nicht besonders hoch. Berichtet wird hauptsächlich über Skandale, oder es gibt Negativschlagzeilen.

Dokumentarfilme werden oft erst kurz vor Mitternacht ausgestrahlt.

In Spielfilmen müssen sich erwachsene Menschen mit Behinderung oft wie Kleinkinder verhalten.

Auch wenn man das Down – Syndrom hat, wird man erwachsen und möchte nicht mit einem Teddybär durch die Gegend laufen.

Ich stelle mir vor, dass in ganz vielen Filmen irgendwelche Menschen mit Handicap sichtbar sein sollten, ohne dass es Thema sein muss.

Vorstellbar wäre für mich eine Frau mit Down-Syndrom an der Supermarktkasse, ein Blinder, der mit seinem Hund über die Straße läuft, ein Rollstuhlfahrer, der leider nicht ins Kino oder ins Restaurant kommt, weil Treppen ihn daran hindern.

Es wäre auch schön, wenn in einem Kindergarten oder einer Schule behinderte und nicht behinderte Kinder miteinander spielen oder lernen.

Auch in der Werbung könnte ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel eine glückliche Familie mit einem behinderten Kind zu sehen ist.

So könnte man zeigen, dass man keine Angst vor Behinderung haben muss.

Behinderung heißt nicht gleich, dass man unglücklich ist.

Trotz Handicap kann man zufrieden und glücklich sein.

Da können die Medien sicher ganz viel dazu beitragen, dass wir eine  andere Sichtweise bekommen!

Mein Hobby Klavierspielen

12. Juni 2011: Weil ich schon so viel über mein Klavierspiel berichtet habe, möchte ich heute mal einen Film zeigen. Mein Bruder hat mich beim Klavierspiel gefilmt.

Musik war schon immer wichtig für mich. Als ich klein war, konnte ich nur essen, wenn mein Bruder Klavier gespielt hat. Wenn die Flötenkinder zu meiner Tante zum Unterricht kamen, war ich immer dabei und hörte begeistert zu. Ich freute mich sehr, als ich auch Flöte spielen durfte. In der Schule habe ich auch immer in der Musik AG mitgemacht.
 Aber Klavier spielen macht noch viel mehr Spaß! Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Anfragen bekommen würde, ob ich mal wieder vorspiele. 
Ich höre auch sehr gerne Musik und gehe gerne ins Konzert oder ins Theater.
 Besonders toll finde ich auch, dass meine Kusine Musik studiert hat und nicht nur Erste Geige sondern auch Klavier spielt.
 Vielleicht haben ja auch einige Leser Lust, mich beim Klavierspiel zu sehen.
 Viel Spaß dabei!

 

Die Schöpfung

9. März 2011: Am 4. März habe ich mir den Film „die Schöpfung, die Erde ist Zeuge“ von Henry Stober angesehen.
 Elmar Gunsch war der Sprecher. 
In der Schule haben wir gelernt, dass es einen Urknall gab und so ist unsere Welt entstanden. Aber ich glaube an die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel.
 Deshalb freute ich mich auch über den Film mit seinen wunderschönen Naturaufnahmen.

Ich möchte kein Zufallsprodukt sein, sondern von Gott gewollt und geschaffen.
 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 
In sechs Tagen hat er die Welt erschaffen. 
Am ersten Tag schuf er das Licht und nannte das Licht Tag und die Dunkelheit Nacht.
 Zuerst war sah man auf der dunklen Leinwand einen hellen Fleck, der immer größer wurde.
 Am zweiten Tag schuf Gott das Himmelsgewölbe.
 Auch im Film konnte man das Himmelsgewölbe mit vielen Wolken sehen. 
Am dritten Tag trennte Gott das Wasser von dem Festen und nannte das Wasser Meer und das Feste Land. Auf der Erde ließ er Gräser, Blumen und Bäume wachsen.

Hier sah man die Erde aus dem Weltall. Man erkannte riesige Gebirge und Wasserflächen mit großen Wellen. Es waren wunderschöne Pflanzen und Blüten zu sehen.
 Am vierten Tag schuf er Sonne, Mond und Sterne.
Das Universum mit den Sternbildern und Galaxien war sehr beeindruckend.
 Am fünften Tag schuf er die Vögel am Himmel und die Lebewesen im Meer.
Man saht hier wunderschöne Vögel und Schmetterlinge durch die Luft fliegen. Die bunte Unterwasserwelt mit den Korallenriffen, Anemonen, Seesternen, vielen Fischschwärmen, Delphinen, Walen und Haien gefiel mir so gut, dass ich am liebsten gleich getaucht wäre.
 Am sechsten Tag schuf er alle Tiere auf dem Land und zum Schluss den Menschen nach seinem Ebenbild.
 Auch hier sah man wunderschöne Landschaften mit vielen verschiedenen Tieren. Besonders gut gefielen  mir die Tierkinder.

Man konnte Gottes Hände sehen, die aus einem Tonklumpen einen Menschen formten.
 Alle Geschöpfe sollten fruchtbar sein und sich vermehren. Der Mensch sollte über die Tiere bestimmen. 
Von den Früchten sollten sich die Menschen ernähren.
 Gott betrachtete sein Werk und sah, dass es sehr gut war, darum ruhte er am siebenten Tag.
 Die ersten Menschen Adam und Eva lebten im Paradies und es ging Ihnen sehr gut. Sie durften nur von dem einen Baum der Erkenntnis keine Früchte essen. Aber Eva ließ sich von der Schlange verführen und gab auch Adam von der Frucht, deshalb wurden sie aus dem Paradies vertrieben.

Tatort in Neu-Isenburg

Am 27.08.2006 hatte ich ein schönes Erlebnis. Ich fuhr mit der Regionalbahn 15454 von Darmstadt nach Frankfurt/Main.

 Cornelia Thau holte mich ab und wir fuhren gemeinsam nach Neu-Isenburg. 
Dort sollten vor einer Autowaschstraße Außenaufnahmen für den neuen Frankfurter Tatort entstehen.
Frau Margarethe von Trotta führte zum ersten Mal Regie bei einem Tatort.
Ich entdeckte vier Kameras, eine auf dem Hochhaus, eine auf einem sehr hohen Kran, eine in der Autowaschstraße und eine davor.
Als wir ankamen, wurde schon geprobt.

Das SEK (Sondereinsatzkommando) kam mit quietschenden Reifen angerast. Schwarz vermummte Männer stiegen aus und rannten mit ihren Maschinengewehren zur Autowaschstraße. Das war sehr aufregend für mich, besonders, weil es keine Schauspieler sondern SEK-Leute waren.
Frau von Trotta saß mit Kopfhörer auf ihrem Regiestuhl und schaute auf den Monitor was der Kameramann drehte. Wenn es ihr nicht gefiel, ging Sie zu den Schauspieler/innen und sagte es ihnen. Sie zeigte ihnen auch, wie sie es besser machen können.

Natürlich musste jede Szene mehrmals geprobt und gedreht werden!
Vor jedem Dreh gab es eine Klappe, darauf stand der Name des Films, welche Szene, welche Einstellung, wie viel Mal gedreht wurde, welcher Kameramann und Regisseur.
Dann gab es eine Regenpause!
Cornelia stellte mich der Regisseurin, dem Produktionsleiter, Tontechnikern und Maskenbildnerinnen vor. Frau von Trotta begrüßte uns freundlich und einige gaben mir auch die Hand. Dem Produktionsleiter durfte ich Fragen stellen. Ich erfuhr, dass man für einen Tatort ungefähr 26 Drehtage braucht. Euro. An so einem Film arbeiten etwa 40 Leute (Regie, Kamera, Ton, Beleuchtung, Kostüm, Garderobe, Maske, Produktionsleitung, Aufnahmeleitung, Bühne, Requisite, Sekretariat sowie continuty) und ungefähr 35 Schauspieler/innen spielen mit.

Andrea Sawatzki hatte die Rolle der Kommissarin Charlotte Sänger und Jörg Schüttauf spielte den Kommissar Fritz Dellwo.
In einem Drehbuch steht nicht nur der Text, sondern auch die Drehorte und was die Schauspieler/innen tun sollen.
Während der Pause durften Cornelia und ich uns hinter Frau von Trotta stellen und auf den Monitor schauen.
In der nächsten Szene kamen Andrea Sawatzki (Charlotte Sänger) und Jörg Schüttauf (Fritz Delwo) mit ihren Autos angefahren. Sie stiegen aus und verschwanden in der Waschstraße. Später kam Jörg Schüttauf wieder heraus und rief mit seinem Handy die Spurensicherung an. Danach kam ein Rettungswagen mit Notarzt und Sanitäter angefahren. Sie holten einen Schwerverletzten aus dem Auto in der Waschstraße. Er blutete stark am Kopf, bekam an einem Arm zwei Pflaster und am anderen eine Infusion. Dann wurde er auf die Trage gehoben und in den Krankenwagen gebracht.
Zwei als Polizisten verkleidete Schauspieler, Cornelia und ich standen als Zuschauer im Bild der Kamera. Das fand ich natürlich sehr toll.

Danach war wieder eine Regenpause!
In dieser zeigten Cornelia und die Maskenbildnerinnen wie das Filmblut aussieht. Aus verschiedenen Flaschen ließen sie ein Tropfen auf mehrere Taschentücher fallen und ich konnte die unterschiedlichen Farbtöne erkennen. 
Das fand ich sehr interessant. 
Faszinierend fand ich auch die nächste Szene. Die SEK Leute sprangen aus dem Auto raus, knallten die Wagentüren zu und stürmten mit ihren Maschinengewehren auf das Fluchtfahrzeug in der Waschstraße zu. Als sie die Wagentüren aufrissen, bemerkten sie nicht den Täter, sondern einen Schwerverletzten. Natürlich musste auch diese Szene mehrmals geprobt und gedreht werden.
Für diesen Tag waren die Dreharbeiten zu Ende, Cornelia brachte mich wieder zum Frankfurter Bahnhof. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich fuhr wieder nach Hause.
Einige Zeit später schickte Cornelia mir eine Autogrammkarte von Jörg Schüttauf. Das war eine Überraschung und ich freute mich riesig!
Ich bin schon sehr gespannt auf den neuen Frankfurter Tatort!