Auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart

8. Dezember 2010: Seit ein paar Jahren fahre ich regelmäßig mit meiner Tante, meinem Onkel und meiner Kusine zum Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf.

Am 1. Dezember war es wieder so weit. Erst dachten wir, es wird nichts mit unserem Weihnachtsmarktbesuch, weil es so sehr schneite. Aber dann klappte es doch.

Dieser wunderschöne große Weihnachtsmarkt liegt mitten in der festlich erleuchteten Altstadt. Alle Stände sind wunderschön mit Tannengrün, Kugeln, Glocken und Lichterketten dekoriert und besonders schön sind die Verkaufsbuden. Auf den Holzdächern sieht man unter anderem Märchenfiguren, den Weihnachtsmann im Schlitten, einen Nikolaus mit Rauschebart, Engelsfiguren, Krippen, einen Esel, der Weihnachtslieder singt und viele lebensecht wirkende Tiere die sich sogar bewegen.

Es gab sehr viel zu sehen und ein Riesenangebot an Weihnachtsartikeln. Ich hätte am liebsten den ganzen Weihnachtsmarkt leer gekauft. Zum Glück erinnerte mich meine Tante daran, dass in unserer Wohnung schon so viel Weihnachtsschmuck steht, dass wir gar keinen Platz mehr haben. Deshalb begnügte ich mich mit einem kleinen Geschenk für meine Tante und meine Mutter.

Als wir alles gesehen hatten, bekamen wir Hunger und gingen ins Maredo zum Mittagessen.

Anschließend bummelten wir noch durch die Kaufhäuser.

Ich habe ein sehr schönes Cocktailkleid mit Spagettiträgern und suchte schon ganz lange nach einem Jäckchen dafür. Meine Mutter meinte, dass ich bestimmt nichts finden würde. Aber meine Tante und ich fanden eine sehr nette Verkäuferin, die sehr viel Geduld hatte und tatsächlich das passende Jäckchen entdeckte. Als meine Tante es mir auch noch schenkte, war ich sehr glücklich.

Weil uns die Füße langsam weh taten und meine Kusine noch weiter nach Gießen fahren musste, setzten wir uns dann ins Auto und fuhren nach Hause.

Danke Schön!

Heute möchte ich mich gerne bei allen Lesern bedanken!

Als ich von der Aktion Mensch eine Anfrage bekam, ob ich einen Blog schreiben würde, war ich sofort einverstanden. Aber ich hätte nie für möglich gehalten, dass so viele Menschen daran interessiert sind.

Von verschiedenen Lesern habe ich erfahren, dass es ihnen Mut macht, meine Berichte zu lesen. Einige Leser haben mir auch sehr persönliche Dinge anvertraut und es gibt sogar Dozenten, die meine Berichte teilweise in ihren Unterricht übernehmen. Andere Leser empfehlen meinen Blog weiter oder zitieren daraus.

Ich kann es kaum glauben und bin sehr froh darüber.

Ich freue mich über jede Rückmeldung, auch wenn ich nicht alle beantworten kann.

Vielen Dank! Ihr macht mir auch sehr viel Mut!

Carina

Nikolausfeier bei der Lebenshilfe in Offenbach

30. November 2010: Am 28. November hatte ich eine Einladung zur Nikolausfeier der Lebenshilfe Offenbach, bei der ich einige klassische Stücke vorspielen und eine Geschichte vorlesen sollte. Leider gab es dort kein richtiges Klavier, sondern nur ein E-Piano. Um mich einzuspielen kam ich schon etwas früher. Weil ich noch nie auf so einem Instrument gespielt habe und es auch ganz anders klingt, war ich etwas unsicher. Zum Glück war meine Tante und Klavierlehrerin dabei und konnte mir Tipps geben. Aber dann hat doch alles super geklappt und ich bekam viel Applaus.

Rejoice, ein Chor aus Rödermark erfreute uns mit bekannten, aber auch sehr modernen Weihnachtsliedern. Es klang sehr harmonisch und alle durften die bekannten Lieder mitsingen. Danach las ich die Geschichte: „Überraschungsbratäpfel“ von Angelika Blum vor. Alle hörten gespannt zu und ich bekam viel Applaus und Lob, weil ich gut betont gelesen habe. Als Dankeschön erhielt ich eine CD von der Combo und freute mich sehr darüber.

Das „Werkstatttheater am Fluss“ führte ein kleines Bühnenstück auf. Zwischendurch spielte Roland mit Begeisterung am E-Piano. Höhepunkt war für mich der Tanz einer Gruppe kleiner Mädchen, die als „Schneeflöckchen“ verkleidet waren und nach dem Lied von Rolf Zuckowski „Es schneit, es schneit“ getanzt haben. Das war allerliebst.

Danach wurde das Nikolauslied gesungen und der Nikolaus kam herein. Er holte sich Unterstützung vom Christkind, das einen Hund mit Engelsflügeln bei sich hatte. Zum Schluss durfte jeder, der wollte ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen und bekam einen Adventskalender als Belohnung. Ich sagte das Gedicht „Eine aufregende Nacht“  auf.

Da ich bisher nur Integration kenne, war diese Nikolausfeier wieder eine neue Erfahrung für mich. Es gefiel mir, dass jeder so sein durfte, wie er ist.