Die Wasserflöhe

10. Dezember 2010: Mein Bruder ist ein begeisterter Taucher und Hobbyfilmer.  Als er von seinem Tauchurlaub schwärmte und seine Fotos und Filme von der wunderschönen Unterwasserwelt zeigte, bekam ich große Lust, auch zu tauchen. Deshalb surfte ich im Internet und entdeckte die Wasserflöhe, eine integrative Tauchgruppe. Ich meldete mich sofort zum Schnuppertauchen an. Wir trafen uns im Schwimmbad  Griesheim und ich wurde sehr freundlich von der Gruppe aufgenommen. Zuerst erklärte mir der Tauchlehrer Marko die Tauchsignale (Daumen hoch heißt auftauchen, Daumen runter heißt abtauchen, wenn man mit dem Daumen und dem Zeigefinger einen Kreis bildet, heißt das alles in Ordnung) .

Man darf immer nur zu zweit tauchen!

Dann bekam ich einen Tauchanzug, ein Jacket, eine Pressluftflasche, eine Tauchmaske und Flossen ausgeliehen. Natürlich brauchte ich Hilfe bei der Montage der Tauchausrüstung. Marko zeigte mir noch, wie man zum Abtauchen die Luft aus dem Jacket herauslässt und zum Auftauchen das Jacket mit dem Inflator wieder aufbläst.

Natürlich war ich ganz schön aufgeregt, als wir endlich abtauchten. Es war ein ganz tolles Gefühl und machte mir viel Spaß. Immer wenn Marko mit dem Daumen nach oben zeigte, wehrte ich ab und zeigte mit dem Daumen nach unten. Ich wollte nämlich nicht auftauchen.

Mein erster Tauchgang gefiel mir so gut, dass ich Mitglied bei den Wasserflöhen wurde.

Inzwischen habe ich auch einen eigenen Tauchanzug, Flossen und vor allem eine eigene Tauchmaske mit optischen Gläsern. Ich bin nämlich stark weitsichtig und konnte gar nicht richtig sehen, welche Übungen Marko mit mir machen wollte. Mit der neuen Tauchbrille ist das richtig gut und ich habe schon viel gelernt (Automaten aus dem Mund und wieder hinein nehmen, dem Tauchpartner Luft geben, die Maske ausblasen usw.). Manchmal spielten wir auch unter Wasser mit einer Frisbeescheibe, machten Eierlaufen (dabei hält man einen Tischtennisball mit einem Löffel unter Wasser),  tauchten durch Ringe und holten Figuren vom Schwimmbadboden hoch. Mein Tauchlehrer ist recht zufrieden mit mir und meint, dass ich im kommenden Sommer sicher den Tauchschein machen kann.

Bei unserem letzten Training bekam jeder eine Nikolausmütze aufgesetzt und eine Fotografin machte Bilder von der ganzen Gruppe. Tauchen mit einer Nikolausmütze ist wirklich lustig!

Nach dem Training gibt es immer eine kurze Besprechung, was gut war und was wir noch üben müssen. Danach verabschieden wir uns mit dem Spruch: „Taucher sind cool!“

Nun freue ich mich schon auf ein Unterwasserabenteuer  mit meinem Bruder im kommenden Sommer.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart

8. Dezember 2010: Seit ein paar Jahren fahre ich regelmäßig mit meiner Tante, meinem Onkel und meiner Kusine zum Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf.

Am 1. Dezember war es wieder so weit. Erst dachten wir, es wird nichts mit unserem Weihnachtsmarktbesuch, weil es so sehr schneite. Aber dann klappte es doch.

Dieser wunderschöne große Weihnachtsmarkt liegt mitten in der festlich erleuchteten Altstadt. Alle Stände sind wunderschön mit Tannengrün, Kugeln, Glocken und Lichterketten dekoriert und besonders schön sind die Verkaufsbuden. Auf den Holzdächern sieht man unter anderem Märchenfiguren, den Weihnachtsmann im Schlitten, einen Nikolaus mit Rauschebart, Engelsfiguren, Krippen, einen Esel, der Weihnachtslieder singt und viele lebensecht wirkende Tiere die sich sogar bewegen.

Es gab sehr viel zu sehen und ein Riesenangebot an Weihnachtsartikeln. Ich hätte am liebsten den ganzen Weihnachtsmarkt leer gekauft. Zum Glück erinnerte mich meine Tante daran, dass in unserer Wohnung schon so viel Weihnachtsschmuck steht, dass wir gar keinen Platz mehr haben. Deshalb begnügte ich mich mit einem kleinen Geschenk für meine Tante und meine Mutter.

Als wir alles gesehen hatten, bekamen wir Hunger und gingen ins Maredo zum Mittagessen.

Anschließend bummelten wir noch durch die Kaufhäuser.

Ich habe ein sehr schönes Cocktailkleid mit Spagettiträgern und suchte schon ganz lange nach einem Jäckchen dafür. Meine Mutter meinte, dass ich bestimmt nichts finden würde. Aber meine Tante und ich fanden eine sehr nette Verkäuferin, die sehr viel Geduld hatte und tatsächlich das passende Jäckchen entdeckte. Als meine Tante es mir auch noch schenkte, war ich sehr glücklich.

Weil uns die Füße langsam weh taten und meine Kusine noch weiter nach Gießen fahren musste, setzten wir uns dann ins Auto und fuhren nach Hause.

Meine Erlebnisse im internationalen Kindergarten

29. Oktober 2010: Zurzeit arbeite ich ehrenamtlich als Betreuerin für ein halbes Jahr im internationalen Kindergarten in Seeheim-Jugenheim. Unter dem Motto: „Aber Hallo: Engagiert und besonders“ hat Volunta vom Roten Kreuz ein Projekt gestartet, bei dem Menschen mit Behinderung ehrenamtlich tätig sind.

Die Arbeit mit den Kindern macht mir viel Spaß. Wenn ich ankomme, werde ich stürmisch begrüßt. Alle Kids kommen angerannt und rufen: „Miss Carina ist da!“ Der Tag beginnt mit einem Morgenkreis in englischer Sprache. Wir singen Lieder und sprechen Reime. Dann gibt es Frühstück und anschließend ist Zeit für Aktivitäten. Wir malen und basteln oder gehen in die Bibliothek. Dort lese ich den Kindern englische Bilderbücher vor und spiele Gesellschaftsspiele mit ihnen. In der Turnhalle laufen die Kinder um die Wette und spielen Ball. Bei schönem Wetter gehen wir in den Garten und spielen dort. Danach wird gegessen und geschlafen, damit die Kinder fit für die Nachmittagsaktivitäten sind.
Nachmittags hole ich mit einem Kind Obst für den Nachmittags-Snack. Beim Abschlusskreis singen wir deutsche Lieder und sprechen deutsche Reime.

Besonders gut gefällt mir, dass die Kinder zweisprachig erzogen werden. Für jede Gruppe hängt im Kindergarten an der Wand eine große Weltkarte. Darum  herum klebt von jedem Kind eine Karte mit Foto, Namen, Lieblingsessen und Fahne des Heimatlandes. Da die Kinder aus vielen verschiedenen Ländern kommen, sieht das sehr schön bunt aus.

Als der Schuldezernent Christel Fleischmann uns im Kindergarten besuchte, spielte ich auch einige Stücke auf dem Klavier. Am 1.9.2010 war ein Artikel mit einem Foto von uns im Darmstädter Echo. Heute hatten wir Besuch vom hessischen Rundfunk. Das Interview wird am Montag, den 01.11.2010  in der Zeit von 16:00 Uhr – 17:00 Uhr im HR4 gesendet.