Gedanken zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2026

Ist Inklusion nur eine Illusion?

Schon seit 2006 wird jedes Jahr am 21.3. der Welt-Down-Syndrom Tag gefeiert und seit 2012 ist er auch offiziell von den Vereinten Nationen anerkannt.

Bei Menschen mit Down-Syndrom oder Trisomie 21 ist das Chromosom 21 nämlich dreifach statt normalerweise zweifach vorhanden.

Schon seit 20 Jahren ist dies ein Tag der Begegnung an dem Gemeinschaft, Miteinander, Vielfalt und Inklusion gefeiert wird.

Jeder Tag sollte ein Tag sein an dem echte Teilhabe gelebt wird ohne Vorurteile und Diskriminierung.

Menschen mit einer Trisomie sollen die gleichen Rechte haben und genau so mit Respekt behandelt werden, wie alle anderen auch.

Schon in unserem Grundgesetz steht ja: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden,“

Das Motto zum Welt-Down-Syndrom-Tag in diesem Jahr lautet: „Gemeinsam gegen Einsamkeit!“

Dazu gehört Inklusion in allen Bereichen: „Kindergarten, Schule, Arbeitsbereich, Wohnbereich und Freizeitbereich.“

Leider werden Menschen mit Down-Syndrom immer noch oft ausgeschlossen und fühlen sich einsam.

Die UN Behindertenrechtskonvention wurde schon vor 17 Jahren von Deutschland ratifiziert.

Darin heißt es, dass Inklusion ein Menschenrecht ist und dazu gehören Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und das Recht auf Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

Nun soll ein neues Behindertengleichstellungsgesetz in Deutschland Benachteiligungen verbieten und Barrierefreiheit garantieren.

Da muss es unbedingt noch Verbesserungen geben, um Benachteiligung und Ungleichbehandlung von Menschen mit Behinderung abzubauen.

Die Gesundheitsministerin Kristina Schröder sagt: „Die Grundrechte der Menschen mit Behinderung werden zum Kostenfaktor und Luxusgut!“

Es macht mir auch Angst, wenn ich sehe, was hier in Deutschland alles gekürzt werden soll und nicht nur für Menschen mit Behinderung. Das sind dann Reformvorschläge.

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen keine Zahnarztleistungen mehr übernehmen, dafür kann man sich privat versichern.

Die Deutschen sollen mehr arbeiten und später in Rente gehen. Der Krankenstand ist zu hoch.

Bürgergeld wird gekürzt und Minijobber sollen nicht mehr aufstocken dürfen.

Für Superreiche soll es keine Steuererhöhungen geben, aber Kürzungen von Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte sollen abgeschafft werden.

Seit Juli 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21. Dieser vorgeburtliche Bluttest gehört inzwischen zur Routineuntersuchung.

Jede Frau hat das Recht, ein behindertes Kind nicht zu wollen.

Deshalb werden immer weniger Kinder mit einer Trisomie geboren.

Dabei wäre mehr Beratung und Unterstützung hilfreich und notwendig.

Ein Leben mit Down-Syndrom ist nämlich auch ein gutes Leben und lebenswert!

Richtige Inklusion wird es aber nur geben, wenn sie von allen gewollt wird und wenn sie ohne wenn und aber umgesetzt wird.

Ist Inklusion nur eine Illusion?

Welt-Down-Syndrom-Tag 2025

Seit 2006 wird jedes Jahr am 21. März der Welt-Down-Syndrom-Tag gefeiert und seit 2012 ist er auch von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt!

Das Datum 21.3. passt gut, weil bei Menschen mit einer Trisomie 21 das Chromosom 21 dreifach statt zweifach vorhanden ist.

Das Motto heißt dieses Jahr: “Improve our Support Systems”
„Verbessere unsere Unterstützungs-Systeme“

Es ist ein Gedenktag voller Vielfalt, an dem Kinder und Erwachsene mit einer Trisomie 21 im Mittelpunkt stehen und mit vielen Aktionen und Postern sichtbar werden.

Ein Tag, an dem darüber aufgeklärt wird, was es heißt, mit einer Trisomie 21 zu leben.

Menschen mit Down-Syndrom haben ein Recht auf Inklusion, Chancengleichheit, Teilhabe und Teilgabe in allen Bereichen des Lebens. Sie haben Bedürfnisse, Wünsche und Träume, wie alle anderen auch, Ziele, die sie erreichen möchten und Forderungen um all das zu verwirklichen.

Um dies zu erreichen, müssen viele Vorurteile und Barrieren abgebaut werden und die notwendige Unterstützung muss selbstverständlich sein.

Wir brauchen mehr Inklusion in allen Bereichen, Kindergarten, Schule, Arbeitsbereich, Freizeitbereich, Wohnbereich und natürlich auch im Bereich der Gesundheitsversorgung. Leider bekommen immer noch nicht alle einen Zugang zur Bildung und zur Arbeitswelt.Um selbständig zu werden und eigene Talente und Fähigkeiten richtig entwickeln zu können und Sicherheit im Alltag zu bekommen, braucht jeder Mensch die notwendige Unterstützung. Dazu gehören Hilfsmittel, Therapien und Assistenzen, und dass jeder seinen Bedürfnissen entsprechend unterstützt wird und trotzdem selber entscheiden kann, was er will.

Um dieses Ziel endlich zu erreichen brauchen wir viel bessere Unterstützungs-Systeme und eine

finanzielle Absicherung.

Je besser die Unterstützung ist, desto mehr Fähigkeiten entwickeln auch Menschen mit Down-Syndrom und können viele Herausforderungen selbst meistern.

Jeder Mensch braucht mal Hilfe, das ist ganz normal.

Natürlich können sich Menschen mit und ohne Trisomie 21 auch gegenseitig unterstützen und voneinander und miteinander lernen.

Und das ist gut so!

Gedanken zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2024

Gedanken zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2024

Seit 2012 wird der Welt-Down-Syndrom-Tag (WDSD) am 21. März auch von den Vereinten Nationen offiziell begangen. Da bei Menschen mit Down-Syndrom das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist, passt es gut. An diesem Tag soll unsere Gesellschaft sensibilisiert werden und die Vorurteile sollen abgebaut werden. Deshalb heißt das Motto in diesem Jahr: Schluss mit den Vorurteilen!

Bei Menschen mit Down-Syndrom spricht man immer wieder von intellektuellen Grenzen. Man spricht ihnen viele intellektuelle Fähigkeiten ab.

Menschen mit einer Trisomie 21 werden ausgegrenzt. Man traut ihnen nicht viel zu, schließlich ist ihre Leistungsfähigkeit doch sehr begrenzt oder?

Seit der NIPT (Bluttest auf Trisomien) Kassenleistung ist, gehört er eigentlich zur Vorsorgeuntersuchung dazu. Immer mehr werdende Eltern entscheiden sich dann gegen ihr ungeborenes Kind und treiben es ab. Dabei sind die Resultate dieser Gentests oft auch falsch psotiv.

Wird es bald eine Welt ohne Kinder mit einer Trisomie 21 geben?

Ist unsere Welt dann besser?

Wie ist das eigentlich so mit den Grenzen und was bedeuten sie für mich?

Grenzen gehören zu unserem Leben dazu. Manche Grenzen brauchen wir, manche schränken uns ein und andere geben uns Sicherheit. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man die Grenzen anderer akzeptiert, auch wenn man die eigenen Grenzen erweitern möchte.

Welche Arten von Grenzen sind das eigentlich?

Es gibt Grenzen zwischen den Ländern, Wohlfühlgrenzen, zeitliche Grenzen,

Manche Grenzen muss man akzeptieren, andere Grenzen kann man überschreiten oder manchmal muss man auch Grenzen setzen.

Es gibt persönliche Grenzen, Grenzen, die wir brauchen und solche, die uns einengen.

Ethnische Grenzen, Dinge, die uns im Leben etwas bedeuten und die wir für richtig oder falsch halten und Regeln befolgen. Emotionale Grenzen dienen dazu unsere Gefühlswelt zu schützen.

Es gibt Personen, denen wir vertrauen und Menschen, von denen wir uns abgrenzen.

Manchmal sind es auch materielle Grenzen. Manche Wünsche kann ich mir erfüllen, aber oft reicht mein Geld nicht und dann lerne ich Prioritäten zu setzen.

Grenzen gibt es doch für alle Menschen. Mal sind es Berge dann wieder das Meer.

Was heißt es eigentlich, an seine Grenzen zu stoßen?

Fast jeder Mensch stößt doch irgendwann mal an seine Grenzen.

Manchmal sind es die eigenen Grenzen aber oft auch die Grenzen, die einem einfach gesetzt werden von Menschen in der Umgebung, weil sie Angst vor Überforderung haben.

Muss man sich immer mit diesen Grenzen abfinden, aufgeben, verzweifeln und resignieren?

Bin ich nichts wert, wenn ich nicht das leisten kann, was man von mir erwartet oder was ich unbedingt erreichen möchte? Bin ich ein Versager, wenn ich an meine Grenzen stoße?

Es ist wichtig, seine Grenzen kennenzulernen. Manche Grenzen muss man akzeptieren, aber oft kann man sie auch erweitern. Oft werden auch künstlich Grenzen gesetzt, wegen der vielen Vorurteile.

Grenzen sind relativ, man kann sie überwinden, weil man sich auch ständig weiterentwickelt. Deshalb sind diese Grenzen sogar auch immer wieder eine Chance für einen Neuanfang.

Da merkt man, dass man viel mehr leisten kann, als als andere einem zutrauen oder man selbst sich zutraut. Dann kann man seine Wünsche und Ziele weiter verfolgen und viel mehr erreichen, als man je für möglich gehalten hat und das ist gut für das Selbstwertgefühl.

Mir hat mal jemand geschrieben:

„Mögen die Grenzen, an die du in deinem Leben stößt immer auch eine Tür für deine Träume offen lassen und Raum für neue Möglichkeiten schaffen, aus denen ein neuer Weg entstehen kann….“

Das hat mir sehr viel Mut gemacht und gezeigt, dass ich niemals die Hoffnung aufgeben darf.

Als ich bei einer Lehrerfortbildung einen Vortrag über meine Schulzeit hielt und erzählte, dass ich immer wieder die Erfahrung gemacht habe, Grenzen gesetzt bekommen zu haben, meinte eine Lehrerin, dass ich dann sagen soll:

„Wenn du mich so siehst, dann sind das deine Grenzen, nicht meine!“

Menschen, die mir begegnen, haben immer wieder ganz bestimmte Vorstellungen, was es heißt, mit einer Trisomie 21 zu leben.

Das entspricht aber nicht meinem Leben und es sind wirklich auch nicht meine Grenzen.

Ist eine Welt ohne uns besser?